{"id":241,"date":"2013-09-10T12:16:45","date_gmt":"2013-09-10T10:16:45","guid":{"rendered":"http:\/\/aber-natuerlich.de\/magazin\/?p=241"},"modified":"2013-09-10T12:19:57","modified_gmt":"2013-09-10T10:19:57","slug":"stillprobleme-10-tipps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aber-natuerlich.de\/magazin\/baby-und-kleinkind\/stillprobleme-10-tipps.html","title":{"rendered":"Stillprobleme? 10 Tipps damit es doch noch klappt!"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_246\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-246\" class=\"size-full wp-image-246\" alt=\"Tipps Stillproblemen\" src=\"https:\/\/aber-natuerlich.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/tipps-bei-stillproblemen.jpg\" width=\"220\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-246\" class=\"wp-caption-text\">10 Tipps bei Stillproblemen \/ Bild \u00a9 iStockphoto.com \/ Goldmund Lukic<\/p><\/div>\n<p>Viele Frauen beschlie\u00dfen schon in der Schwangerschaft, dass sie ihr Baby stillen m\u00f6chten. Das Kind wird beim Stillen optimal ern\u00e4hrt und das Immunsystem wird gest\u00e4rkt. Was passiert, wenn Stillprobleme auftreten und sich die Sache nicht so einfach gestaltet, wie erwartet? Die Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung hat im Jahre 2011 Untersuchungen angestellt, nach denen schon nach 8 Wochen 20 Prozent der M\u00fctter abstillen. Bis zum Ablauf eines halben Jahres stillen lediglich noch 50 Prozent der Frauen. Wir haben 10 Tipps zusammengestellt, damit das Stillen doch noch klappt.<\/p>\n<ol>\n<li>\n<h2>Die Milch reicht nicht aus<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Junge M\u00fctter sind oftmals verunsichert, wenn sie den Eindruck haben, dass das Baby nicht satt wird. Sichere Anzeichen daf\u00fcr sind, wenn das Kind in sehr kurzen Abst\u00e4nden Milch m\u00f6chte und beim Stillen eher qu\u00e4ngelig und unzufrieden wirkt.<\/p>\n<p>L\u00f6sung:<\/p>\n<p>Regen Sie die Milchproduktion an. Legen Sie hierf\u00fcr ihr Kind h\u00e4ufiger als sonst. Wichtig: Die Stillposition immer wieder wechseln. Dadurch werden die Milchdr\u00fcsen in der ganzen Brust stimuliert. Ein Stillkissen ist f\u00fcr den Postionswechsel <a href=\"https:\/\/aber-natuerlich.de\/stillkissen-p-147.html\">bei Stillproblemen optimal einsetzbar<\/a>. Nach wenigen Tagen steigt die Milchproduktion bereits an. Kind und Mutter k\u00f6nnen sich entspannen und wirken deutlich ausgeglichener.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>\n<h2>Milchstau &#8211; was tun?<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein Milchstau macht sich in der Regel durch ein schmerzhaftes Spannen der Brust bemerkbar. Die Brust ist hei\u00df und auch beim Stillen sind die ersten Z\u00fcge des Kindes von Schmerzen begleitet. Urs\u00e4chlich f\u00fcr den Stau kann zum einen sein, dass das Kind in der Nacht durchschl\u00e4ft und aus diesem Grunde die Milch einer ganzen Mahlzeit in der Brust verbleibt. Wechselt eine Frau die Stillposition nicht regelm\u00e4\u00dfig oder tr\u00e4gt einen BH, der zu eng ist, kann es ebenfalls zu einem Milchstau kommen. Durch den Stau der Milch werden k\u00f6rperliche Reaktionen, wie Fieber und die Bildung wei\u00dfer Blutk\u00f6rperchen, ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>L\u00f6sung:<\/p>\n<p>Die gestaute Milch muss ablaufen. Es ist weniger schmerzhaft, wenn die Brust vor dem Stillen sch\u00f6n warm gemacht wird. W\u00e4hrend das Baby trinkt, kann die harte Stelle in der Brust ein wenig ausgestrichen werden. Ist das Stillen nicht ertr\u00e4glich, so kann die warme Brust ebenfalls ausgestrichen oder abgepumpt werden. Nachdem die Milch abgelaufen ist, sollte die Brust gek\u00fchlt werden, damit sich die Milchkan\u00e4le zusammenziehen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>\n<h2>Schmerzhafte, wunde Brustwarzen<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Stillen ist f\u00fcr die zarte Haut der Brustwarzen eine ungewohnte Belastung. Die wunden Stellen, die sich beim regelm\u00e4\u00dfigen Stillen bilden k\u00f6nnen, sollten aber nach einer Weile wieder heilen.<\/p>\n<p>L\u00f6sung:<\/p>\n<p>Wenn die Beschwerden nicht nachlassen, \u00fcberpr\u00fcfen Sie mit Ihrer Hebamme zusammen, ob der S\u00e4ugling korrekt angelegt wird. Um die empfindlichen Warzen zu sch\u00fctzen, <a href=\"https:\/\/aber-natuerlich.de\/lansinoh-lanolin-salbe-p-25.html\">nutzen Sie die Lanolin-Salbe bei wunden Brustwarzen<\/a>. Um Entz\u00fcndungen zu vermeiden, sollten <a href=\"https:\/\/aber-natuerlich.de\/stilleinlagen-p-462.html\">antibakterielle Stilleinlagen<\/a> benutzt werden. Wird das Kind zudem richtig angelegt und die Brustwarzen gut gepflegt, werden die wunden Stellen recht schnell wieder verschwinden.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>\n<h2>Stillabst\u00e4nde unregelm\u00e4\u00dfig<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Jedes Kind ist anders und so k\u00f6nnen die Abst\u00e4nde zwischen den Mahlzeiten sehr unterschiedlich sein. Manche Kinder verlangen wesentlich \u00f6fter nach der Brust, w\u00e4hrend andere Kinder sehr ruhig und zufrieden sind und die Brust nur selten verlangen. M\u00f6chte ein Kind oft trinken, wird die Muttermilch vermutlich schnell verdaut und Hunger stellt sich ein. Es kann aber ebenso sein, dass das Kind gerade eine energieintensive Entwicklungsphase durchlebt und deshalb mehr Hunger hat.<\/p>\n<p>L\u00f6sung:<\/p>\n<p>Ist eine Mutter besorgt, dass das Kind zu selten oder zu oft trinkt, so kann sie sich an den \u00fcblichen Richtwerten orientieren. 8 bis 12 Mahlzeiten innerhalb von 24 Stunden sind die Regel. Wenn Kinder, die nur selten trinken m\u00f6chten, keine Anzeichen von Hunger oder Unruhe zeigen, dann sind sie mit der Nahrungsmenge schlichtweg zufrieden. W\u00e4re es anders, w\u00fcrden sie nach der Brust suchen oder an den H\u00e4ndchen saugen.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>\n<h2>Der S\u00e4ugling spuckt nach einer Mahlzeit<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Spucken nach dem Stillen ist ganz normal. Der Magenpf\u00f6rtner schlie\u00dft noch nicht richtig und muss die Nahrungsaufnahme erst trainieren. Nur wenn das Kind weder zunimmt, noch an Gr\u00f6\u00dfe gewinnt, sollte der Kinderarzt um Rat gefragt werden.<\/p>\n<p>L\u00f6sung:<\/p>\n<p>Eine Mutter kann das Spucken etwas reduzieren, indem sie das Baby nach dem Stillen erst einmal aufsto\u00dfen l\u00e4sst. Danach sollte es ruhig gelagert werden und das K\u00f6pfchen sollte ein wenig h\u00f6her als der K\u00f6rper liegen. Zu viel Bewegung f\u00f6rdert das Spucken. Spritzt die Muttermilch zu sehr aus der Brust, kann das Kind kurz zur\u00fcckgenommen werden, bis die Milch sanfter flie\u00dft. So verschluckt das Baby nicht zu viel Milch auf einmal.<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>\n<h2>Bl\u00e4hungskind<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Grund f\u00fcr die Bl\u00e4hungen kann das Verdauungssystem sein, das noch nicht ganz ausgereift ist und die Nahrungsaufnahme und -verarbeitung erst \u201elernen\u201c muss. In manchen F\u00e4llen reagiert das Kind besonders empfindlich auf Kuhmilchproteine, die aus der Nahrung der Mutter in die Muttermilch \u00fcbergeht.<\/p>\n<p>L\u00f6sung:<\/p>\n<p>Ob dies der Fall ist, kann eine Mutter recht einfach ausprobieren: Verzichten Sie \u00fcber einen Zeitraum von 2 Wochen auf Kuhmilchprodukte. So lange dauert es, bis die Muttermilch frei von Kuhmilchproteinen ist. Werden die Beschwerden des Kindes dann weniger, haben Sie die Ursache vermutlich gefunden. Au\u00dferdem hilft es dem Kind, wenn <a href=\"https:\/\/aber-natuerlich.de\/magazin\/baby-und-kleinkind\/babymassage.html\">das B\u00e4uchlein sanft massiert wird<\/a> oder es in der Fliegerhaltung auf dem Bauch liegend getragen wird. Die N\u00e4he eines lieben Menschen erleichtert das Bauchweh.<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li>\n<h2>Ablehnung der Brust<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Manchmal m\u00f6chte ein Kind die Brust nicht mehr und lehnt diese ab. Die Ursache hierf\u00fcr kann verschiedene Gr\u00fcnde haben. Zum einen kann ein unangenehmer Geruch oder Geschmack urs\u00e4chlich sein, wenn eine Mutter zum Beispiel Bodylotion oder Deo benutzt. Vielleicht wurde das Kind aber auch zwischendurch mit der Flasche gef\u00fcttert oder hat einen Schnuller zur Beruhigung bekommen. Dann w\u00e4hlen viele Babys diese bequemere Variante. Sie m\u00fcssen nicht mehr so fest saugen und genie\u00dfen diesen Komfort.<\/p>\n<p>L\u00f6sung:<\/p>\n<p>Ist die Ursache im Geruch zu suchen, verzichten Sie auf Deodorant und Cremes\/Lotions. Es l\u00e4sst sich leicht feststellen, ob das Kind dann wieder gut trinkt. Wenn das Kind den Komfort der Flasche genie\u00dfen m\u00f6chte, kann man es wieder umgew\u00f6hnen. Kaum ein Kind wird die angebotene Brust auf Dauer ablehnen. Deshalb sollte die Flasche komplett aus dem Angebot gestrichen und das Baby angelegt werden, bis es die Brust wieder akzeptiert.<\/p>\n<ol start=\"8\">\n<li>\n<h2>Untypische Brustwarzen<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wenn die Brustwarzen eine etwas untypische Form haben, kann sich das Stillen ein wenig schwieriger gestalten. Dies liegt aber nicht am Kind. Das sollte der Mutter klar sein.<\/p>\n<p>L\u00f6sung:<\/p>\n<p>Sollten die Warzen sehr klein sein, kann die Mutter ein wenig an ihnen zupfen, bevor der S\u00e4ugling angelegt wird. Sie treten dann etwas hervor und das Stillen geht besser von der Hand. Grunds\u00e4tzlich ist Beharrlichkeit zu empfehlen, denn Stillen braucht Geduld.<\/p>\n<ol start=\"9\">\n<li>\n<h2>Flasche statt Brust<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wenn die Muttermilch mit der Flasche verabreicht wird, bedeutet das zwar mehr Flexibilit\u00e4t f\u00fcr die Eltern, aber manche Kinder m\u00f6chten danach die Brust nicht mehr, weil das Trinken aus der Flasche viel leichter ist.<\/p>\n<p>L\u00f6sung:<\/p>\n<p>Man kann das Baby daran gew\u00f6hnen, dass es bei der Mutter die Milch aus der Brust und beim Vater die Milch aus der Flasche gibt. Das k\u00f6nnen auch kleine Kinder schon unterscheiden. Grunds\u00e4tzlich gilt aber, dass die Brust t\u00e4glich gegeben werden sollte und die Flasche nur ausnahmsweise.<\/p>\n<ol start=\"10\">\n<li>\n<h2>Notwendige Medikamente<\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es kann sein, dass eine junge Mutter krankheitsbedingt Medikamente nehmen muss. Manchmal geben auch Zahnarzt-Spritzen oder Operationen Anlass zur Sorge, dass das Kind die Muttermilch nicht mehr bekommen sollte.<\/p>\n<p>L\u00f6sung:<\/p>\n<p>Hier gilt: Einfach den Arzt fragen, wenn Unsicherheiten bestehen. Es gibt in vielen F\u00e4llen Alternativen, die sich mit dem Stillen bestens vertragen. Vor der OP sollte der An\u00e4sthesist wissen, dass eine Frau stillt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Frauen beschlie\u00dfen schon in der Schwangerschaft, dass sie ihr Baby stillen m\u00f6chten. Das Kind wird beim Stillen optimal ern\u00e4hrt und das Immunsystem wird gest\u00e4rkt. Was passiert, wenn Stillprobleme auftreten und sich die Sache nicht so einfach gestaltet, wie erwartet? 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